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Die Drehorgel "Ariston" war
eine der beliebtesten mechanischen Drehinstrumente, die zwischen 1880
und 1910 zu zigtausenden in Leipzig hergestellt wurden.
Geschichte
Im Jahre 1876 begann Paul Ehrlich in seiner Werkstatt in Gohlis bei
Leipzig mit dem Bau von Orchestrions, jenen Musikinstrumenten, die
von den Jahrmärkten als selbstspielende Orchester' bekannt
sind, und erhielt bereits 1877 das Patent Nr. 564 mit dem Titel "Einrichtung
an mechanischen Musikwerken", in der von der Verwendung eines
endlosen, um zwei oder mehr Walzen gelegten Bandes mit Einschnitten
die Rede ist, in welche tonauslösende Hebel eingreifen.
Drei Jahre später entstand aus seiner Werkstatt die Aktiengesellschaft
"Fabrik Leipziger Musikwerke, vormals Paul Ehrlich & Co".
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Glocken-Ariston mit Wurzelholzfurnier
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Als Nachfolger von kleineren Orchestrions, sogenannten Orchestrionetten
entstand schließlich 1882 das Modell "Ariston". Es
gehört zur Familie der Organetten und wurde mit seinen 24 Tonstufen
und den kreisförmigen Notenscheiben in Form von Lochplatten die
erfolgreichste Tischdrehorgel. Aufgrund des niedrigeren Kaufpreises
bot es erstmalig die Möglichkeit, sich ein eigenes kleines Orchestrion
in die Wohnung zu stellen. Zu dieser Zeit wurden in Leipzig ca. 460.000
Instrumente verkauft, der Plattenkatalog umfaßte 4000 verschiedene
Liedertitel.
Technik
Das "Ariston" gehört wie die Mund- oder Zieharmonika
zu den Tonzungen-Instrumenten. Beim Drehen der Kurbel dreht sich die
Platte, in deren Lochung ein Tastfinger springt, der mittels kleiner
Hebel das Venil der Metallzunge öffnet, die, vibrierend durch
die aus dem Blasebalg einströmende Luft, den Ton erzeugt.
In der Drehorgelwerkstatt Blüml wird das "Ariston"
in sorgfältiger Handarbeit aus zirka 500 Einzelteilen in verschiedenen
Ausführungen originalgetreu nachgebaut.
Das einfache Modell ist individuell bemalt, mit feinem Goldmuster
bedruckt oder mit Drucken alter Gemälde versehen und hat eine
Größe von 40 x 40 x 25 Zentimetern.
Desweiteren gibt es das etwas größere "Salon-Ariston"
mit Doppelstimmen. Jede Tonzunge ist zweimal vorhanden, wodurch ein
größeres Klangvolumen entsteht.
Das Gehäuse des "Aristons" mit Intarsien wird
in kunstvoller Arbeit in Italien gefertigt und zeigt Blumen-Ornamente
und Darstellungen von Musikinstrumenten in farbigen Hölzern auf
verschiedenen Wurzelholz-Furnieren.
Eine Besonderheit ist schließlich das "Glocken-Ariston"
mit 12 Xylophon-Tönen, die dem Instrument, das nur etwas höher
ist, als das einfache "Ariston", den Charakter eines kleinen
Orchestrions verleihen.
Vollrestaurierte Originale finden Sie im aktuellen Angebot.
Die Lochplatten werden mit Hilfe einer kleinen von Hand bedienbaren
Stanz-Maschine ebenfalls selbst hergestellt. Sie sind aus Hartpappe
und haben einen Durchmesser von 33 Zentimetern. Das/Unser Archiv der
Notenscheiben umfaßt etwa 350 Titel der damals für die
"Ariston" arrangierten Musikstücke, und es sind inzwischen
einige bekannte Melodien in eigenen Arrangements hinzugekommen.
Das "Ariston" ist ein klangvolles Instrument, zu dessen
Repertoire der Wiener Walzer oder ein Rheinländisches Lied ebenso
gehören, wie ein Choral von Johannn Sebastian Bach, alte Schlager
oder neuerdings ein Song von Stevie Wonder. Als Tischdrehorgel paßt
es zu feierlichen Anlässen oder Festen, sowie zum Singen alter
Moritaten, eignet sich aber auch zum Umhängen auf der Straße,
was schon alten Gemälden zu entnehmen ist. |
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| Ariston |
24 Tonstufen
Größe: 40 x 40 x 25 cm
Gewicht: 5-6 kg
mit Tragegurt und Plattenfach
einschließlich 10 Lochplatten |
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EUR |
ARISTON Grundpreis: bemalt,
Golddruck, Bilder
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2.000,- |
ARISTON mit Intarsien auf
Wurzelholz
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2.400,- |
| Salon-ARISTON: mit Doppelstimmen,
48 x 48 x 31 cm |
2.500,- |
| Lochplatten für ARISTON,
Hartpappe, 33 cm Ø |
25,-
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