Erste Konkurrenz von Paul Ehrlich & Co war die
Firma Pietschmann & Söhne, die 1885 und 1887 Neuentwicklungen
mit Namen "Herophon" und "Manopan" auf den Markt
brachte, zwei Musikinstrumente, die in ihrer Mechanik einzigartig
geblieben sind.
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Das "Herophon"
ist dem "Ariston" nicht unähnlich, was einen
patentrechtlichen Prozeß zwischen den beiden konkurrierenden
Firmen zur Folge hatte, es funktioniert jedoch in umgekehrter
Weise. Eine quadratische Kartonplatte wird als Toninformationsträger
fest auf dem Gerät einspannt, wobei sich zum Abspielen
der Musik im Kasten unter der feststehenden Platte der gesamte
Mechanismus dreht. |
| Das "Manopan"
besteht aus einem Hauptkasten, in dem sich die Blasebälge
befinden, und einem seitlich daran angebrachten viel kleineren
Kasten mit den Tonzungen. Der kleine Kasten wird von den Lochbändern
aus Pappe umlaufen, die man in Buchform zusammenlegen oder zu
einem Endlosband zusammenfügen kann. Um 1893 erschienen
"Manopane" mit Trommel, Pauke und Glocke. |
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Eine weitere Firma, die Leipziger Musikwerke Phönix GmbH
Schmidt & Co spezialisierte sich dagegen auf kleinere Organetten.
Die "Lucia" ist mit nur zwölf Tonstufen die
kleinste Drehorgel und hat eine Lochplatte von nur 12 Zentimetern
Durchmesser.
Etwas größer und kräftiger klingt die Tischdrehorgel
"Diana" mit 14 Tonstufen.
Einen besonders harmonischen Klang hat die "Intona".
Sie hat 16 Tonstufen und statt Lochplatten gelochte Ringe aus Zinkblech
als Toninformationsträger.
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18 Tonstufen und ebenfalls
Notenringe hat die "Ariosa".
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Der "Phönix" hat mit ihren 24 Tonstufen mehr
Klangfülle und die Metallringe haben eine längere Spieldauer.
Die Tonabnehmer des "Phönix" befinden sich in der
Mitte der Gerätoberseite, sodaß die Ringe über das
Gehäuse hinausstehen. Eine Ausnahme bildet eine Sonderausführung
als Schatullengerät mit Deckel, der "Phönix 42".
Zu diesen Drehorgel-Modellen gibt es im Angebot
je über 100 originale Notenscheiben und Notenringe zur Auswahl.

Diana Amorette Phönix
1890 gründete sich die Firma Euphonika, die durch die
Herstellung der "Amorette" bekannt wurde, einer
Organette mit 16, 18, 24, 36 oder 72 Tonzungen und Blechplatten
als Tonträger.
Aus der Munroe Organ Reed Company in Worchester, Massachusetts,
USA, die später von der Aolian Organ and Music Company New
York aufgekauft wurde, entstammten schon seit 1869 die hierzulande
weniger bekannten Tonzungen-Organetten "Mandolina"
und "Celestina" mit Lochbändern aus Papier.
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